Moderne Deutsch-Drahthaar im „antiken“ Griechenland |
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| Der “Klub Drahthaar Griechenland“ hatte zu einer Ausstellung in die Landeshauptstadt Athen eingeladen. Bei dem Namen Griechenland denken wir Mitteleuropäer zuerst an das Urlaubsland mit seinen über 9.000 (!) Inseln - die beiden Bekanntesten sind Rhodos und Kreta - und an das antike Griechenland, das die Entwicklung der europäischen Zivilisation maßgeblich mitgeprägt hat. Auf Grund zivilisatorischer Leistungen auf den Gebieten der Philosophie, der Mathematik und der Literatur wird Griechenland auch als die Wiege Europas bezeichnet. Architektonische Monumente, wie die Akropolis und die Erarbeitung der Grundlagen der Philosophie durch berühmte Philosophen wie Heraklit, Sokrates, Platon und Aristoteles sowie Mathematiker und Naturwissenschaftler wie Archimedes, Pythagoras und Thales und die Literaten und Geschichtsschreiber Polypius, Pansanias und Xenophon kennen wir schon aus dem Schulunterricht und vom Studium. Das mythische Griechenland mit seinen zahlreichen Gottheiten darunter Zeus, der auf dem Olymp herrschende oberste griechische Gott und einige seiner zahlreichen Töchter Athene, Aphrodite und Artemis (später durch die Römer auch als „Diana“ bezeichnet) - die Göttin der Jagd -, spielen auch in der deutschen Literatur eine bedeutende Rolle. | ||||||||
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| Durch den stellvertretenden Vorsitzenden des“ Klub Drahthaar Griechenland“, Gregori Zotos, wurde ich am Flughafen von Athen abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Das Hotel, erbaut in klassischem griechischen Architekturstil, direkt am Strand gelegen mit dem Blick auf den Golf von Petalion im Ägäischen Meer .Der Abend war geprägt von griechischer Musik und dem „Sirtaki“. Für Nichtgriechen der Inbegriff des griechischen Tanzes, der durch den Film „Alexis Sorbas“, mit dem berühmten Hauptdarsteller Anthony Quinn Weltruhm erlangte. Er wird gespielt mit der Bouzouki, einem mandolinenähnlichen Soloinstrument. Am nächsten Morgen wurde ich wieder von Gregori Zotos abgeholt. Ziel war das Mittelmeer-Ausstellungscenter „M.E.C. Paiania“ in einem Vorort von Athen. Während der Jagdausstellung „DIANA“ (vergleichbar mit Jagd und Hund in Dortmund) fand die nationale Ausstellung von Deutsch-Drahthaar des „ Klub Drahthaar Griechenland“ statt. | ||||||||
| Der Ring zur Vorstellung der Hunde war relativ groß, so dass auch alle Gangarten, außer dem Galopp gut beurteilt werden konnten. Die Ausstellung war durch die Mitglieder des Präsidiums und durch viele DD-Freunde sehr gut vorbereitet worden, so dass der Ablauf großen Erfolg versprach. Die Präsidentin des Klubs, Frau M. Skoura, begrüßte mit sehr freundlichen Worten die vielen Zuschauer am Ring, den Ausstellungsrichter Siegfried Desch aus Deutschland und alle Helferinnen und Helfer im Ring und außerhalb des Ringes. Keine Rasse hatte in den Hallen mehr Zuschauer am Ring als das Deutsch-Drahthaar. | ||||||||
| 47 DD und 4 Zuchtgruppen waren zu beurteilen. Das Ziel der griechischen DD-Freunde war es, dass auf dieser Ausstellung alle Hunde nach deutschem „Muster“ gerichtet werden sollen. Das bedeutete, dass für jeden Hund einen Zuchtschaubogen ausgefüllt werden musste. Bei über 40 Hunden eine zeitaufwendige Tätigkeit, die aber aufzeigt, wie wichtig und mit welch großer Verantwortung die für die Zucht verantwortlichen DD-Freunde ihre Arbeit im „Klub Drahthaar Griechenland“ nehmen. Das sehen natürlich auch die Vertreter des Deutsch-Drahthaar Weltverbandes und des Verein Deutsch-Drahthaar in Deutschland überaus positiv. | ||||||||
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Alle Hunde wurden diszipliniert präsentiert. Sie zeigten durchweg ein ausgeglichenes Wesen und einen sehr guten Charakter. Nur drei Hunde konnten nicht mit mindestens der Note „gut“ bewertet werden. Einer der Hunde war zu schwer und zu tonnig, bei dem Zweiten fehlte im Unterkiefer der 3. Molar auf beiden Seiten und bei dem Dritten fehlten teilweise das Deckhaar und die Unterwolle auf beiden Flanken. Von den in die Bewertung kommenden Hunden, erreichten 9 % in Form- und Haarwert die Benotung sg/v, 57 % die Benotung sg/sg, |
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| 17 % die Benotung sg/g, 13 % die Benotung g/sg und 4 % die Benotung g/g. Damit kann festgestellt werden, dass die Benotung der DD auf dieser nationalen Ausstellung der Bewertung auf den Zuchtschauen in Deutschland entspricht. Die Stellung der Kruppe und die Aufrichtung sollten zukünftig weiter verbessert werden. Bei der Behaarung empfiehlt Siegfried Desch den Züchtern, besonders auf dieVerbesserung der Unterwolle und der Behaarung am Bauch zu achten sowie die teils fehlende oder lederartige Struktur an den Behängen zu verbessern. Diese Ausstellung zeigte insgesamt ein sehr positives Bild der Qualität der griechischen DD hinsichtlich der Morphologie und der Behaarung auf. Zumal alle vorgestellten Hunde in der Gebrauchshundklasse liefen und jagdlich geführt werden. Der schönste Hund der Ausstellung wurde die sehr elegante DD-Hündin „Dixi von der Postschwaige“ ( Gero IV vom Donaueck x Cyra von der Postschwaige), Züchter: Klaus-Ulrich Werschau (D). Die zweite Stelle erreichteder kräftige DD-Rüde „Nero II v. Böckenhagen“ ( Brisko v. Erthal x Aike II vom Böckenhagen), Züchter: Antonius Kohues (D). | ||||||||
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Drittschönster wurde die DD-Hündin „Xandra Apo Fira Evrou“ (Nino III von der Wupperaue x Nighthawk) mit ihrem Eigentümer, Züchter und Führer Pantelis Terzis, der als Geschäftsführer des „Klub Drahthaar Griechenland“ gemeinsam mit seiner Ehefrau große Verdienste für die erfolgreiche Durchführung der Ausstellung sich erworben hat. In den letzten Jahren wurde die griechische DD-Zucht immer wieder mit Blut von DD aus Deutschland ergänzt. Dabei taten sich folgende Zwinger hervor: Von der Wupperaue, vom Donaueck, v. Böckenhagen, v. Erthal, von der Postschwaige und Andere. Wichtig ist, so betonte Siegfried Desch zum Abschluss: „Die Zucht sollte mit der Verwendung von möglichst vielen Blutlinien weiterhin auf einer breiten Basis aufgebaut werden.“ Am Abend der Ausstellung wurden mit einigen DD-Freunden in gemütlicher Runde während und nach dem Essen intensive Gespräche geführt. Die Redebeiträge zeugten von hohem fachlichen Wissen und Erfahrung. Der Deutsch-Drahthaar Weltverband ist stolz auf sein Mitglied „Klub Drahthaar Griechenland“ und freut sich auf ein Wiedersehen mit einigen griechischen DD-Freunden anlässlich der Hegewald-Zuchtprüfung in Neustadt/Aisch und der dortigen Hauptversammlung des DDWV. |
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| Der abschließende Sonntag stand ganz im Zeichen der Kultur. Durch die “Plaka“ , wie die Altstadt von Athen auch genannt wird, wanderten wir durch die vielen schmalen Gassen mit südeuropäischem Flair. Vorbei an kleinen Geschäften, Souvenierläden, Tavernen, Palmen und Orangenbäumen führte ein relativ steiler Weg hinauf zum Eingang der „Akropolis“. Entlang dem „Odeon von Herodes Atticus“ – einem alten Theater, in dem heute wieder Konzerte und Opern aufgeführt werden. Über die „Propilea“ (Torbau) gelangt man auf das Hochplateau der „Akropolis“. Hier steht das „Parthenon“ (Der Tempel der Athena) dessen weltberühmte Marmorsäulen aus den Medien und von Postkarten weltbekannt sind. Von diesem Hochplateau aus hat man einen prächtigen Blick auf die vier Millionen Einwohner große Hauptstadt Athen, bis hin zum Hafen von Piräus, der durch das Lied von Melina Mercouri weltberühmt wurde („Ein Schiff wird kommen…,ich bin ein Mädchen von Piräus…“). Ein wenig Wehmut verbreitete sich beim Verlassen der „Akropolis“ und man wurde erinnert an das Lied von Mireille Mathieu „Akropolis adieu, ich muss gehen…“. Ich bin sicher, dass ich irgendwann nach Athen zurückkehren werde und beim Abflug vom Athener Flughafen blickte ich über die Stadt und den Hafen von Piräus und wurde an das das Lied von Nana Mouskouri erinnert: „Weiße Rosen aus Athen, sagen Dir komm recht bald wieder…“. Ein herzliches Dankeschön für den Aufenthalt bei der Vorsitzenden M. Skoura, bei den Herren im Vorstand und bei allen DD-Freunden in Griechenland: „Ihr seid auf dem richtigen Weg und wir DD-Freunde aus Deutschland kommen gerne wieder zurück nach Griechenland“! | ||||||||
| Siegfried H. Desch, Geschäftsführer d. DDWV u. Spezialzuchtrichter | ||||||||